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Johannes 4 von 21

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Johannes 4 von 21

4:1 Der Herr erfahre, was d Pharisäer über ihn ghört hei, nämmlech dass Jesus meh Mönsche zu Jünger gmacht het u het aus Johạnnnes touft –

2 wobi Jesus nid säuber touft het, sondern sini Jünger.

3 Drufhin het er verlore Judạ̈a u het wieder nach Galilạ̈a ufbracht.

4 Allerdings het er müesse Samạria durchquere.

5 So isch er ine samarịtischi Stadt namens Sỵchar ir nöchi vom Fäld wo Jakob sim Sohn Joseph gä het.

6 Dört het sich o dr Jakobsbrunne gfunde. A dene Brunne het sech Jesus gsetzt, wüu är vor Reis erschöpft isch gsy. Es isch um die 6te Stund gsi.

7 E Samarịterin isch cho zum Wasser hole, u Jesus het si gfragt: "Gib mir bitte öppis z trinke".

8 (Sini Jünger si id Stadt gange zum ässe choufe.)

9 D Samarịterin het ne gfragt: "Wieso bitte du als Jude mich, e samarịtischi Frau zum öppis trinke?" (D Jude hei nämlech ke Umgang mit de Samarịtere.)

10 Jesus git zantwort: "Wenn du gwüsst hättsch, worin Gottes Gschänk bestoht und wär zu dir seit: 'Gib mir öppis z trinke', de hättsch ne gfragt u är hätt dr lebändigs Wasser gä."

11 "Herr, du hesch nid mau e Eimer derbi", het se entgägnet, "und der Brunne isch tief. Woher hesch de das lebändige Wasser?

12 Üse Vorfahr Jakob het üs dr Brunne gä u scho mit sine Sohn u sim Veh drus trunke. Bisch öppe grösser aus är?"

13 Jesus het gantwortet: "Jede wo das Wasser trinkt, wird wider durschtig.

14 Wär aber ds Wasser trinkt woni ihm gib, wird nie wider Durscht ha. Das Wasser wird i ihm zure sprudlige Quelle, wo ewigs Läbe git."

15 D Frou het zu ihm gseit: "Herr, gib mer das Wasser, damit i nüme duurstig werde und o nid ständig mues härecho zum Wasser hole."

16 Er het si itz forderet: "Gah u hol din Maa".

17 "Ich ha ke Maa", het d Frou gmeint, wo Jesus erwideret het: "Es stimmt, we de seisch: 'Ich ha ke Maa.'

18 Du bisch zwar mit füf Männer verhürotet gsi, doch dr Maa wo de itz zäme bisch, mit däm bisch nid verhüratet. Du hesch also d Wahrheit gseit."

19 "Herr, ich merk du bisch e Prophet", het d Frou gseit.

20 "Eusi Vorfahre hei Gott uf däm Bärg hie abe, aber dir behaupte, dass me ihn in Jerusalem muess aabäte."

21 Jesus erwideret: "Glaub mer, Frau, d Ziit kummt, do wird me dr Vater weder uf däm Berg no in Jerusalem abäte.

22 Ihr betet ah was ihr nid kennet, mir aber bätte ah was mir kenne. D Rettig faht nämlich mit de Jude.

23 Doch die Zyt chunt – ja si isch scho da – da wärde di wahre Aabeter der Vater mit Geischt u Wahrheit abbete, wüu nach settige Aabätere suecht der Vatter.

24 Gott isch e Geischt, und wo ihn abätet, müend ihn mit Geist u Wahrheit abätte."

25 Drufa het d Frau entgägnet: "Ich weiss, dass der Messịas chunt, der Christus gnennt wird. Wenn er kunnt, wird er uns alles erkläre."

26 Da het Jesus gseit: "Du redsch grad mit ihm - i bi's."

27 I däm Momänt sy Jünger iitroffe u hei sich gwunderet, dass är mitere Frou gredt het. Natürlech het niemer gfragt: "Was machsch du da?" oder: "Warum sprichsch du mit ihr?" 28 D Frou het ihre Wasserchrug la stah, isch id Stadt gange u het de Lüt brichtet:

29 "Chunnt u gsehnech der Maa aa, wo mir alles gseit het, was i doe ha. Öb das ächt dr Christus isch?"

30 drufabe si d Lüt us dr Stadt use cho u si zu ihm gange.

31 Inzwüsche händ d Jünger uf ihn ii gredt: "Rabbi, iss doch öppis."

32 Er entgägnet: "Ich ha e Nahrig wo Der nüt wüssed."

33 Da hei d Jünger zunenang gseit: "Aber es het ihm doch niemer öppis z'ässe bracht, oder?"

34 Jesus het ne erklärt: "Mini Nahrig isch d Wille vu däm uszfüehre wo mi gschickt het u si Werk z End z füehre.

35 Seit Der nid, dass es no vier Mönet bis zur Ernte sy? I dergäge säge öich: Gseht öich d Fälder aa, dass si riif sy für d Ernte. Scho jetz

36 chunt der Erntearbeiter sy Lohn u sammlet Frucht für ds ewige Läbe, so dass sech beidi chöi fröie – dä gsät het u dä erntet.

37 Hie trifft ds Sprichwort zue: Der eint sät u der ander erntet.

38 Ig ha öich usgsändet damit dir das ernted wofür ihr euch nid abgmüeht hei. Angeri hei sech abgmüehet und dir profitiert vo ihrem härte Arbeit."

39 Viu Samarịter us dere Stadt hei a ihn gloube, wöu d'Frou bezügt het: "Er het mir aues gseit, was i tah ha."

40 Woher d Samarịter zu ihm si cho, hei si ne blybe, u är isch zwöi Täg dert blybe.

41 Ds Ergäbnis isch gsy: Dür das, woner gseit het sy no vil meh cho zum Gloube,

42 u si hei zu dr Frou gseit: "Mir gloube itz nid nume wäg dim Bricht, wüu mir heis säuber ghört u wüsse, dass dä Maa würklech der Retter vor Wäut isch."

43 Nach de zwöi Täg isch är wyter uf Galilạ̈a zoge.

44 Jesus het allerdings selber bezügt, dass e Prophet im eigene Heimatland nid geehrt wird.

45 Won er etze in Galilạ̈a aacho isch, hän nen d Lit gheisse, wel sie in Jerusalem bim Fescht gsi sin un hän gsähne, was er dört alles gmacht het.

46 Er isch denn widr uf Kạna in Galilạ̈a gange, wo er Wasser z Wy verwandlet het. E chlyne Beamter in Kapẹrnaum het e chranke Sohn gha.

47 Wo dä Maa erfahre het, dass Jesus vo Judạ̈a nach Galilạ̈a isch cho, isch er zu ihm hin gange u bätet ne, uf Kapẹrnaum abezcho u sy Sohn, wo im Stärbe gläge isch heile.

48 Doch Jesus het zue nem gseit: "We dir nid Zeiche un Wunder gseht, werde ihr nie glaube."

49 "Herr, chum, bevor mis Chind stirbt!", het der chünig Beamte gflegt.

50 Jesus erwideret: "Gang heim, di sohn läbt." Dr Maa het däm gloubt, was Jesus gseit het, u isch wäggange.

51 Är isch no ungerwägs gsy, wo sini Sklave ihm entgägecho u hei gseit, dass sy Bueb läbt.

52 Do het er se gfragt, sit wenn genau s ihm besser gange isch, woruf si antwortet hei: "Gestern zur 7. Stund isch ds Fieber wäg gsi."

53 Dem Vater isch mittlerwile bewusst worde, dass es genau i de Stund isch gsi, wo Jesus zu ihm gseit het: "Dy Sohn läbt." Und so si är und sini gsamti Husgmeinschaft gläubig worde.

54 Das isch ds zwöite Zeiche gsi, wo Jesus vollbracht het, won er us Judạ̈a nach Galilạ̈a cho isch.