Lukas 15 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 15 vo 24
15:1 Aui Stüreinähmer u Sünder hei sech immer wider um Jesus sammlet wüu si ihm hei wöue zuelose.
2 Doch sowohl d Pharisäer als o d Schriftglehrte beschwärtet sech: "De Maa empfangt Sünder mit offene Arme und isst mit ihne."
3 Drufhin het är folgende Vergliich brocht:
4 "Wer vo euch wo 100 Schof het wird nid wener eis vo ihne verliert wo 99 ir Wildnis zrügg lö u das einte sueche bis ers gfunge het?
5 U wener's gfunge het, leit er's uf sini Schultere u fröit sech.
6 Sobau är de heichunt, rüeft är syner Fründe u Nachbare zäme u seit zu ihne: 'Freut öich mit mir, denn i ha mis verlore Schaaf wider gfunde.'
7 Ech säg nech: Genauso geds im Himmel meh Fröid öber ei einzige Sönder wo bereut, als öber 99 Grächti wo ke Roui nötig hend.
8 Oder agno, e Frou het 10 Drạchme u verlürt eini drvo. Wird se denn nid e Lampe aazünde, ihres Huus fäge und alles genauistens absueche bis si die Drạchme findet?
9 Und sobald si d Drạchme gfunde het, rüeft se ihri Fründe u Nachbare zäme u seit: 'Freut euch mit mir, denn i ha mini verlore Drạchme wiedergfunde.'
10 Ech säg nech: Genauso fröie sech d'Engel Gottes öber en einzige Sönder, wo bereut."
11 Dänn het er witer verzellt: "E Ma het zwöi Söhn gha.
12 Der jüngere het 1 Tag gseit: 'Vater, gib mir der Teil vor Erbschaft, wo mir zuestaht.' Druf het der Vater sy Bsitz unger de beide ufteilt.
13 Es paar Täg schpeter het der jüngere Sohn alli sini Sache zäme packt und i es ferns Land reschtiert. Dert het er es usschweifends Läbe gfüehrt un het alles vuschluderet, was sa bassiert het.
14 Woner nüüt me gha het, het im ganze Land e schweri Hungersnot usbracht u er griebt z'Not.
15 Es isch so wit cho, das er sech ä Bürger vom Land het agschlosse, wo ne de zum Schwiinehüete uf sini Fäudli gschickt het.
16 Er het sech när gsehnt a dä Johạnnisbrotschotä satt z ässä wo d'Schwein frässe, aber niemer het ihm öppis gäh.
17 Schliesslech isch är zur Bsinnig cho u het sich gseit: 'Wie viu Lohnarbeiter vo mym Vatter hei meh aus gnue Brot u i stärbe hie vor Hunger!
18 I wirde mi zu minem Vater ufmache u zue nem säge: "Vater, i ha gege d Himmel u gäg di gsündiget.
19 I verdiens nüm din Sohn gnennt zwerde. Behandle mi wine vo dinere Lohnarbeiter."
20 Är het sech auso ufgmacht u isch zu sim Vater gange. Won er no wyt wäg isch gsy, het ne sy Vater entdeckt u töifs Mitgfühl empfunde. Är het sym Bue entgäge rennt, isch ihm um e Hals gange u het ne liebevoll küsst.
21 Dr Sohn het zu ihm gseit: 'Vater, i ha gäge d Himmel u gägä di gsündiget. I verdiens nüm, di Sohn gnennt z werde.'
22 Dr Vater het jedoch zu sinere Sklave gseit: 'Schnäll! Holt es langs Gwand, ds beschte, u chleidet ne drmit. Steckt ihm o e Ring a dä Finger u zieht ihm Sandale aa.
23 U holt ds Maschte Chalb, schlachtet's u löt üs esse u fiire,
24, denn mi Bue isch dot gsi u isch wider am Läbe. Är isch verlore gsi u isch gfunge worde.' U so hei si agfange z fiire.
25 Sy ältere Sohn isch uf däm Fäud gsy. Wo är zrügg isch cho u sech däm Huus nöcher het, het är Musig u Tanz ghört.
26 Er het e Diener zu sich gruefe u gfragt was da los isch.
27 Der Diener het brichtet: 'Dy Brüetsch isch choo, u wüu ne di Vater wider gsund het zrügg, het är ds Mascht Chalb gschlachtet.'
28 Do isch är hässig worde u het nid welle anegah, woruf sy Vater usecho isch u ihm guet zredt.
29 Doch är het erwideret: 'I ha die vile Jahre für di wiene Sklave gschaffet u mi kes einzigs Mal dini Awisige widersetzt. Doch du hesch mer no nie e jungi Geiss geh damit ich mit mine Fründe chan fiire.
30 Aber chuum isch dä Sohn vo dir, wo di Bsitz mit Prostituierte verprasst het, wider hie, scho gschlachtisch ds Mast Chalb für ihn.'
31 Dr Vater het zu ihm gseit: 'Mi Sohn, du bisch doch immer bi mir gsi u aues was mir ghört ghört, ghört o dir.
32 Aber mir hei eifach müesse fiire u üs fröie, wüu di Brüetsch isch tot gsi u isch wieder am Läbe. Är isch verlore gsi u isch gfunge worde.'"