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Lukas 22 vo 24

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 22 vo 24

22:1 Derno isch ds Fescht vo de ungsäuerte Brot vorgschtande, ds sogenannte Passah,

2 u d Oberpriester u d Schriftglehrte hei nachere Glegeheit gsuecht, Jesus gschickt loszwerde, wüu si ds Volk fürchtete.

3 Da isch dr Satan in Judas gfahre, gnennt Iskạriot, wo zu de Zwölf zellt het.

4 Judas isch zu de Oberpriester gange und de Hauptlüt vo de Tempelwach und het mit ihne bsuecht, wie er ne a sie verrate chönnt.

5 Si hei sech drüber gfreut und hei sech druf einiget, ihm Silbergäud z gäh.

6 Är isch iverstande u het vo da a nachere günstige Glägeheit gsuecht, ihn az verrate, ohni dass e Menschemengi drbi isch gsy.

7 Es isch itz dr Tag vor ungsäuerte Brot cho, dr Tag, wo ds'Passah het müesse gopferet wärde.

8 jesus beuftragt het auso dr Petrus u Johạnnes: "Goht u bereitet für üs ds Passahmau vor."

9 Si hei ne gfragt: "Wo willsch es vorbereitet ha?"

10 Er het antwortet: "We dir id Stadt chömet, werdeder e Maa träffe, wo e Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm i ds Huus wo er inegaht.

11 Seit zum Huusbsitzer: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch ds Gaschtzimmer woni mit mine Jünger cha ds Passahmau iineh?""

12 Er wird euch denn ein grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitets det vor."

13 Da hei si sech ufe Wäg gmacht u hei aues so vorgfunge wi ers gseit het u si hei d Vorbereitige fürs Passah treit.

14 Wo d Stund cho isch, het sich Jesus mit de Aposchtel z Tisch gleit.

15 Är het zu ihne gseit: "I ha mi sehr derna gsähnt, das Passahmau mit Öich iiznäh, bevor i muess liide.

16 Denn i sag äich: I wird's nid widr ässä bis es sich im Königrich Gottes erfüllt."

17 U er nimmt e Bächer entgäge, het es Dankgebet gredt u het gseit: "Nähme ne u längt ne unger Öich vo eim zum andere wyter.

18 Denn i säg nech: Vo jetz aa wird i nümm vom Erzügnis vom Wyschtock trinke, bis Gottes Königrich chunnt."

19 O het's es Brot gno, het es Dankgebet gredt, het ds Brot bracht u het's ne mit de Wort geh: "Es steit für my Körper, wo für euch wird gä. Tuet das geng wider zur Erinnerig a mi."

20 Genauso het er's nach em Znacht mit em Bächer gmacht. Är het gseit: "Dä Bächer steit für dä nöiie Bund, wo dür mis Bluet i Chraft tritt, wo für euch vergosse wird.

21 Doch gseht! Mi verräter befindet sech mit mir am tisch.

22 Dr Mönschensohn geit zwar si Wäg wi feschtgleit, aber wehe däm, wo ne verratet!"

23 Da hei si agfange mitenang z diskutiere wär vo ihne äuä so öppis würd mache.

24 Allerdings isch es unger ihne o zunere hitzige Usenandersetzig drüber cho, wär vo ihne als dr gröschti gulte het.

25 Är het jedoch zu ihne gseit: "D Chönige vo de Völker spile sech aus Herre uf, und die wo Macht über ds Volk hei, wärde aus Wohltätter bezeichnet.

26 Ihr solltet nit so si, sundern wer unda äich dr Greschte isch, der soll we dr Jingschte wäre, un wer d Fihrig ibanimmt we ä Diena.

27 Wer isch denn gresser: der am Disch Liegende oder der Bediene? Isch's nit dr am Disch Ligände? I bi gege äich we dr Bediene.

28 Doch dir sites wo i mine Prüefige zu mir ghaute hei.

29 U i schlüsse mit öich ä Bund, so wi mi Vater mit mir ä Bund het gschlosse, fürnes Königrich

30 damit ihr i mim Königrich a mim Tisch esset u trinkt u uf Throne hocket um für die zwöi Stämm Israels Rächt z rede.

31 Sịmon, Sịmon, lueg nur! Dr Satan het nach euch allne verlangt um euch wie Weize dürezbiebe.

32 Aber i ha gflegt für di ds di Gloube nid nahelaht. U du bisch wieder zruggkehrt, de stärch dini Brüedere."

33 Druf hetter gseit: "Herr, i bi parat, mit dir sowohl is Gfängnis aus o in Tod z gah."

34 Doch Jesus erwideret: "Ich säg dir, Petrus: E Hahn wird hütt nid krähe, ehe du drü Mal abgstritte hesch, mich z kenne".

35 Är het itz gfragt: "Woni Nech ohni Gäudböim, Provianttäsche u Sandale usschänkt ha, het Nech da irgendöppis gfäut?" "Nei!", hei si gantwortet.

36 Da het er se gforderet: "Aber itz söu jede wo e Gäudböud het, ihn mitnäh und ebeso e Provianttäsche. U wär ke Schwert het söu sis Obergwand verchoufe u sech eis choufe.

37 Wüu i säge Nech, dass a mir muess wahr wärde, was i de Schrifte steit, nämlech: 'Er isch zu de Gsetzlose zeut.' Das erfüllt sech a mir.'

38 "Herr, lueg mal! Hie sy zwöi Schwärter!", hei si gseit, was är gmeint het: "Das längt."

39 Är isch wägg u het sich wi gwohnt uf e Wäg zum Ölberg, u d Jünger hei ihm gfolgt.

40 Dert aacho, het är zu ihne gseit: "Bätet witer, damit är nid i Versuechig gratet."

41 Är het sech öppe ä Schteiwurf wyt vo ne zrügg zoge, het sech ane knüpft u het afa bätte:

42 "Vater, wennt willsch, nimm dä Bächer vo mir wäg. Aber nid was i wott, sondern was de wosch, söll gscheh."

43 Da isch ihm e Ängel vom Himmel erschine u het ne gstärcht.t

44 Doch är litt settigi Quale, won är umso flehentieriger betet het, u sy Schweiss isch wi Bluetstropfe gsy, wo zur Erde gheie.

45 Won är sich vom Gebet erhobe het, isch är zu de Jünger gange u het gseh, dass si ygnickt gsy – vor Chummer erschöpft.

46 Är het si gfragt: "Warum schlafed ihr? Schteit uf u bätet witer damit ihr nid i Versuechig gratet."

47 Während er no schwätzt, isch uf einisch ä Menschemengi da gsi, agführt vu däm Maa namens Judas, eim vu de Zwölf. Er isch uf Jesus zue gange, um ihn mit nem Kuss z begrüesse.

48 Doch Jesus het ne gfragt: "Judas, verratisch du der Mensch sohn mit nem Kuss?"

49 Als die wo bi ihm gstande si, hei was sech abahnet het, hei si gfragt: "Herr, söue mer mit däm Schwert zueschloh?"

50 Eine vo dene isch sogar uf d Sklave vom Hohe Priester losgange u het ihm ds rächte Ohr abgschlosse.

51 Da het Jesus gredt: "Höret uf!", het ds Ohr berührt und dr Sklave gheilt.

52 Dann het Jesus d Oberprieschter gfragt, d Houptlüt vor Tempelwachi u di Älteschte, wo synetwäge sy gsy: "Bin i e Verbrächer, wo der mit Schwerter u Chnüpple aagrügt sy?

53 Woni jede Tag bi öich im Tempel bi gsi sind ihr nid gege mi vorgange. Aber das isch eui Stund u d Macht vom Finsternis."

54 De hei si ne verhaftet, hei ne abegfüehrt und hei ne is Huus vom Hohe Prieschter bracht. Der Petrus isch aber i einiger Entfernig hinterher gloffe.

55 Mittl im Hof het me es Füür azündet u dr Petrus het sech dert zu de Lüt gsetzt.

56 Es Dienschtmeitli, wo ne im Schiin vom Füürli het gse, het ne genau agluegt u gseit: "Dä Maa isch o mit ihm zäme gsy."

57 Doch är stritts ab: "I kenne ne nid, Frou."

58 Churz drufabe het ne öpper angersch gseh und het gmeint: "Du bisch o eine vo dene", woruf der Petrus widerspricht: "Nei, Mann, bini nid."

59 Noch öppe einere Stund het e andere felsefescht behauptet: "De Maa isch ganz sicher o mit ihm zäme gsy, denn er isch doch es Galilạ̈er."

60 "Mensch! I weiss nid, wovon du redsch", het der Petrus erwideret, u owenig, während är no gredt het, het e Hahne kräht.

61 Da het sech der Herr umdräit u het der Petrus direkt agluegt, u der Petrus het sech a die Wort erinneret, wo der Herr zu ihm gseit het: "Bevor hütt e Hahn kräht, wirsch mi drü Mal verlügnet."

62 Är isch use gange u het bitterlech grännt.

63 Die Manne, wo Jesus bewacht hei, hei ne itz verspotte und hei ne gschlage.

64 Si hei sys Gsicht verhüllt u ihn immer wider ufforderet: "Prophezeie! Wär het di ächt gschlage?"

65 U si werfe ihm no viu angeri Läschterige a Chopf.

66 Wo s Tag isch worde, het d Versammlig vo de Älteschte vom Volk zämme gha – sowohl Oberprieschter als o Schriftglehrti. Me het ihn i Saal vom Sanhedr ịns gfüehrt und verlangt:

67 "Wenn de Chrischtus bisch, de sägs üs", was är entgägnet het: "Sälbscht we ig's öich würd säge, Ihr würdet's uf ke Fall gloube.

68 U würd i Nech öppis frage, würdet ihr nid antworte.

69 Doch der Menschensohn wird ab jetzt ar mächtige Rächte Site Gottes Platz näh."

70 Drufabe hei si alli gfragt: "Bisch dü also der Sohn Gottes?" Er het Antwortet: "Ihr säuber seit, dass i's bi."

71 Da händs erwideret: "Wozu bruche mer wyteri Zügeussage? Mir händs sälber us sim Muul ghört."