Matthäus 26 vo 28
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 26 vo 28
26:1 Wo Jesus z Endi gschwätzt het, het är zu sine Jünger gseit:
2 "Ihr wüssed: I zwei Täg isch das Passaha und de Menschensohn wird usgliferet zum am Pfahl anegrichtet werde"
3 Zu derä Zyt hei sech d Oberprieschter u di Ältischtä vom Volk im Hof vom Hohen Priester Kaiphas versammlet
4 und hei gmeinsam Plän gschmiedet, wi si Jesus dur e Lischt chönnt feschtnäh, um ne z töte.
5 Si hei jedoch gseit: "Nid bim Fäscht, süsch chunnts zu Unrueh unterm Volk."
6 Als Jesus in Bethạnie im Huus vo Sịmon, em Uussätzige isch gsi,
7 isch e Frau zu ihm cho, wo es Alabastergfäss mit Chostbarem duftende Öl debii gha het. Während em Ässe het si aagfange, ihm s Öl über e Chopf z güsse.
8 Wo die Jünger das hei gseh, hei si ärgerlech gmeint: "Was für e Verschwändig!
9 Das Öl hätt me tür verchoufe und ds Gäud chönne der Arme gä."
10 Jesus het das gmerkt u het gseit "Warum macht dir s'Frou s'Läbe schwär? Si het öppis Guets für mi ta.
11 Die Arme hend ihr ja immer bi eu, aber mich werdet ihr ned immer ha.
12 Wo si das duftende Öl über mi het gossä, het si min Körper für mis Begräbnis parat.
13 Ig versichere euch: Wo immer uf dr ganze Wäut die gueti Botschaft bekannt gmacht wird, da wird me o das wo die Frou ta het zur Erinnerig a si verzeue."
14 Denn isch eine vo de Zwölf gange – är het Judas Iskạriot gheisse zu de Oberpriester
15i u het gseit: "Was gänd ihr mir, wenn i ihn a euch verrate?" Si veriibare mit ihm 30 Silberstück.
16 Vo da a sucht er nachere günstige Glägeheit ihn z verrate.
17 Am erste Tag vo de ungsäuerte Brotä si di Jünger zu Jesus gange u hei gfragt: "Wo söue mir das Passahmau für di vorbereite?"
18 Er het antwortet: "Goht id Stadt zu däm und däm u richtet ihm us: Dr Lehrer seit: 'Mini Zyt isch cho. I wirde bi dir dehei mit mine Jünger ds Passah fiire.'" 19 D Jünger hei es eso gmacht, wi Jesus gseit het, u hei Vorbereitige fürs Passah treit.
20 Wo s Abe isch worde, isch är mit de zwöi Jünger z Tisch gläge. 21 Bim Ässe het är gseit: "Ich versichere euch: Eine vo euch wird mi verrate."
22 Töif betroffe het jede einzelni vo ihne gfragt: "Herr, i bi's aber nid oder?"
23 Er het zur Antwort geh: "Der Hand mit mir id Schüssle taucht, dä wird mi verratä.
24 Es stimmt, der Menschensohn geit wäg, so wies i de Schrifte über ihn steit, aber wehet däm wo der Menschensohn verratet! Für die Mönsche wärs besser, är wär nie gebore worde."
25 Judas, wo churz vorher isch gsy, ihn z verrate, het gfragt: "Rabbi, i bi's aber nid oder?" Jesus het erwideret: "Du hesch es selber gseit".
26 Während sie witergäh hän, het Jesus es Brot gno, un nachdem er ä Gebet gschwätzt het, bricht er's, git's d Jinger un het gsait: "Nähmä un ässä. Es schtoht fir mi Körper."
27 O het är e Bächer gno, het es Dankgebet gseit, het ne wyter gä u gseit: "Trinkt alli drus,
28 denn das steit für mis 'Bluet vom Bundes' wo für vili vergosse wird um Sünde z'vergäh.
29 Doch i säge Nech: Vo jitz aa wird i uf ke Fall meh vo däm Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu däm Tag, woni im Königrich vo mim Vater nöie Wy mit öich trinke.“
30 Nach Lobgsäng si schliesslech usegange zum Ölberg.
31 Jesus het denn zue nene gseit: "I dere Nacht wärde ihr alli minetwäge i Stolper cho, denn i de Schrifte steit: 'I wird dr Hirte aagriffe und d Schoof vo de Herde wärde usenand loufe.‘
32 Aber nachdem i uferweckt worde bi, wird i euch nach Galilạ̈a vorusgah."
33 Der Petrus het erwideret: "Wenn ou alli angere dert wäg i Stolper chöme – i wirde niemol i ds Stolper cho!"
34 Jesus het zue nem gseit: "Ich versichere dir: I dere Nacht wirsch mi, bevor ne Hahn kräht, drü Mal verlügnet."
35 Petrus entgägnet: "I wird dich niemols verlügnet, selbst wenn ich mit dir sterbe muess." Ds gliche hei ou alli andere Jünger gseit.
36 Denn isch Jesus mit sine Jünger zur Stell cho, womer Gethsẹmanne nennt, und het gseit: "Setzed eu hie ane. I ga es Stück wyter u bätte."
37 dr Petrus u di beide Söhn vo Zebedạ̈us het er mit gno. Uf einisch het ne Truurigkeit überfloge und e starchi inneri Unrueh.
38 De het er zu ihne gseit "I bi zu Tod betrüebt. Wartet hie u wachet mit mir".
39 Är isch es paar Schritte wyter gange, het sech ufe Bode gheisse u bätte: "Min Vater, wenns müglech isch, lat dä Bächer a mir vorübergah. Aber nid wi ig wott, sondern wi du wosch."
40 Won er zu de Jünger zrügg isch, het er gseh, dass si gschlofe het. Da het er zum Petrus gseit: "Chönned ihr nid wenigstens e einzigi Stund mit mir wach bliibe?
41 Blibt wachsam und höret nid uf z'bätte, damit ihr nid i Versuechig gratet. Dr Geischt isch zwar voller Eifer, aber dr Körper isch schwach."
42 Da isch är es zwöits mau wägg u bätte: "My Vater, wenns nid müglech isch, dass dä Bächer vorübergeit, ohni das i ne trinke, de söu dis Wille gscheh."
43 Woner zrügg isch, hei d Jünger wider gschlafe, wüu ihne d Ouge si zuegfaue.
44 Da ischer wider wäggange u het zum dritte Mau s gliiche bätte.
45 Denn isch är zu de Jünger zruggcho und het gseit: "Wie chöi der nume zu sonere Zyt schlofe und öich usrüefe! D Stund isch cho, dass de Menschensohn Sünder usgliferet wird.
46 Schteit uf, löt üs ga! Gseht nume! Mi Verräter isch scho ganz nah."
47 Während er noh schwätzt, kummt uf eimol Judas, eina vu d Zwölf, mit nem grosse Truppe Manne, de mit Schwerter un Knüpple bewaffnet ware. D Oberprieschter und Älteschte vom Volk hei si gschickt gha.
48 Sy Verräter het mit ihne es Zeiche usegmacht: "Es isch dä woni küssle. Der nimmt fescht."
49 Mit de Wort: "I grüess di, Rabbi!", isch er direkt uf Jesus zue gange und het ne sanft küsst.
50 Jesus het ne gfragt: "Was machsch du hier, Fründ?" Da si d Manne cho, hei Jesus packt u nä fescht gno.
51 Plötzlech griff eine vo dene, wo bi Jesus si gsy, nach sim Schwert, hets zoge und am Sklave vom Hohe Priester s Ohr abgschlage.
52 Doch Jesus het gseit: "Steck di Schwert wider wäg, denn alli wo zum Schwert griife, wärde dür ds Schwert umchoo.
53 Oder denksch i chönnt mi Vater nid bitte, mir offebar meh aus zwöuf Legiọnen Engel zschicke?
54 Aber wie söue sech de d Ussage vo de Schrifte erfülle nach dene dasses so muess cho?"
55 Gliich druf het Jesus zu de Manne gseit: "Bini e Verbrecher, dass er mit Schwerter u Chnüppel chömet um mi feschtznäh? I ha jede Tag im Tempel ghocket u glehrt, doch da hender mi nid verhaftet. 56 Aber das isch aues so cho, damit sich erfüllt was i de Schrifte vo de Prophete steit." Dann len nen d Jinger im Stich len un flohe.
57 D Manne, wo Jesus feschtgno hei, hei ne zum Hohe Priester Kaiphas brocht, wo di Schrift¬glehrt hei und di Ältischte versammlet sy gsy.
58 dr Petrus het ihm i sicherem Abstand bis zum Hof vom Hohenpriester gfolgt. Är isch ine gange u het sich zu de Husdiener gsetzt zum gseh wie die Sach würd usgah.
59 D Oberpriester und de ganz Sanhedrịn hei sech itz um fauschi Zügeussage gäge Jesus bemüht damit me ne chönt umbringe.
60 Doch obwou viu fauschi Züg ufträtte, het me nüt gäge ihn ir Hand gha. Schliesslech hei zwöi Züge vorgschtellt, 61 wo gseit hei: "Dä Maa het behauptet: 'Ich cha der Tempel Gottes abriisse und i drü Tag wider ufboue'."
62 Da isch der Hohe Priester ufgschtande u het gfragt: "Hesch ke Antwort vorzbringe? Was säge die Manne da geg di us?"
63 Jesus aba schwieg, dass dr Hohe Prieschter gsait het: "Ich nimm di bi däm lebändige Gott unger Eid! Sag uns: Bisch dü dr Chrischtus, dr Bueb Gottes?"
64 "Du hesch es selber gseit", het Jesus gantwortet. "Doch i sägnech: Vo jitz aa wärdet ihr der Mönschensohn ar rächte Site vor Macht hocke und uf de Wulche vom Himmel chöme."
65 Da zerrissä dä Hohe Prieschter sy Obergwänder un het gredt: "Gottesläschterig! Wozue bruche mer no Züüge? Ihr heit d Gottesläschterig doch sälber ghört!
66 Was säge Derzue?" Si hei erwideret: "Er het der Tod verdient."
67 Uf das hei si ihm is Gsicht gspuckt u ne mit Füst gschlage. Angeri hei ne ohrfeiget
68 u spotete: "Prophezeie, Chrischtus! Wär het di gschlage?"
69 Während em Petrus drusse im Hof gsässe isch, isch es Dienschtmeitli cho und het gseit: "Du bisch doch o mit Jesus us Galilạ̈a zäme gsy!"
70 Doch är stritts vor aune Lüt ab: "I weiss nid vo wo du redsch"
71 Won er i d Torhalle usegange isch, het ihn es anders Meitli bemerkt und zu de Umeständige gseit: "Dä Mann isch mit Jesus, em Nazarẹner, zäme gsi."
72 Wider stritt ers ab. Är schwor: "I kenne dä Maa nid!"
73 Churz druf sy di Umeständ nächer cho und hei zum Petrus gseit: "Du bisch bestimmt o eine vo dene! Di Dialäkt verrat di."
74 Da isch er e Fluech uusgstiege u schwor: "I kenne dä Maa nid!" Im gliiche Momänt het e Hahn kräht.
75 Der Petrus het sich a das erinneret, wo Jesus gseit het: "Bevor ein Hahn kräht, wirsch mi drü Mal verlügnet." Är isch use gange u het bitterlech grännt.