D Psalme 69 bis 150
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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D Psalme 69 bis 150
Für dr musikalisch Leiter. Nach "Die Lilien". Vo David.
69:1 Rett mi, o Gott, denn ds Wasser bedroht mis Läbe.
2 Ig versinke i tüüfem Schlamm wos ke feschte Bode git.
I töifs Wasser bini grate
u di riissendi Strömig het mi wäggspüelt.
3 Ig bi erschöpft vom schreie,
mini Chehle isch heiser worde.
Während i uf mi Gott gwartet ha, si mini Ouge müed worde.
4 Die mich ohni Ursach hassed,
si zahlriicher aus d Haar uf mim Chopf.
Die mi wei us em Wäg ruume,
mini verräterische Fiind, si viu worde.
Bi zwunge gsi usezgeh, wasi nid gstohle ha.
5 O Gott, kennsch mini Unvernunft,
u mini Schuld isch nid verborge vor dir.
6 Die uf di hoffe söue nid minetwäge beschämt dasstah,
o Souveräner Herr, o Jehova, Herr der Höre!
Die di suechet, söue nid minetwäge gedemüetet wärde,
o Gott Israel
7 Abwege erdulde ech Schand.
Demüetigung bedeckt mis Gsicht.
8 I bi für mini Brüeder e Frömde worde,
e Usländer für d Söhn vo mire Mueter.
9 Der Eifer für dis Huus het mi verzellt,
u d Beleidigunge vo dene wo di beleidige hei mi troffe.
10 Won i mi mit Faschte demüetig ha,
het me mi drfür beleidigt.
11 Woni Sacktuech zu minere Chleidig ha gmacht,
Bini für si zum Gspött worde.
12 I bi ds Gspröchsthema wo im Stadtor Sitzende,
d Trinker mache mi zum Gägestand vo ihrne Lieder.
13 Doch möch mis Gebet zu dir cho,
o Jehova, zunere ahnämbare Ziit.
I Dinere überströmende loyale Liebi, o Gott, antwort mir mit dine sichere Rettigstate.
14 Befrei mi usem Schlamm.
Lah mi nid la versinke.
Befreie mi vo miine Hasser,
rette mi usem tüüfe Wasser.
15 Lah mi nid vor riisende Fluet wäggspüelet
no vo de Tüfi verschlunge werde,
no la de Brunne über mir verschliesse.
16 Antwort mir o Jehova, denn dini loyali Liebi isch guet.
I dire überströmende Barmherzigkeit wänd di zu mir
17 u verbirg dis Gsicht nid vor dim Diener.
Antwort mir schnell welli i Not bi.
18 Chum zu mir u befrei mi.
Erlös mi wäg mire Fiind.
19 Du kennsch d Vorwürf, d Schand und Demüetigung, woni erdulde.
Gsehsch aui mini Gegner.
20 Vorwürf hei mer ds Härz broche u d Wunde isch unheilbar.
I ha uf Mitgfühl ghofft, doch vergäbens,
u uf Tröschter aber i ha keini gfunge.
21 Stattdesse hei si mir Gift z ässe
u für mi Durscht hei si mir Essig glängt.
22 Ihr Tisch söu ne zur Fau wärde
u ihr Wohlstand zur Schlinge.
23 Lönd sech iri Ouge la verfinstere, sodass si nüt gseh.
Und lönd ihri Hüfte ununterbroche la zittere.
24 Schütt dini Verärgerig über sie uus.
Din glühende Zorn söll se träffe.
25 Lah eres Lager la verlah.
Niemer sött i ihrne Zelte wohne.
26 Denn si verfolge dä wo du gschlage hesch,
u geng wider zähle sy d Schmerze vo dene uf, wo de verwundet hesch.
27 Füge Schuld zu ihrer Schuld hinzuä.
Vo dire Gerechtigkeit söue si nüt abbecho.
28 Us em Buech vom Läbe söue si gstriche wärde,
mit de Grächte söue si nid igschribe si.
29 Ig aber leid u ha Schmärze.
Möge dini rettende Macht, o Gott, mi beschütze.
30 Ig wird Lieder zur Ehri vom Namens Gottes singe
un mit minem Dank Gottes Grössi usestelle.
31 Das wird Jehova meh gfalle als e Stier,
meh aus e junge Stier mit Hörner u Hufe.
32 D Sanftä wärde's gseh u sech fröie.
Ihr, de ihr Gott suecht, aicha Herz soll ufläbe.
33 Denn Jehova ghört d Arme zue,
sis gfangnigs Volch wird er nid verachte.
34 Himmel u Ärde söue ne priise,
d Meer und alles wo sech drin bewegt.
35 Denn Gott wird Zion rättä
u d Städt vo Juda widr ufboue.
Me wird dert wohne und es bsitze.
36 D Nochkomme vo syre Diener wärdeds erbe,
die sy Name liebe, wärde drin wohne.