Esther 1 vo 10
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Esther 1 vo 10
ESTHER
1 Es isch zur Zyt vom Ahasvẹrus gsi – em Ahasvẹrus, wo vo Indie bis Äthiopie über 127 Provinze gherrscht het.
2 Damals regiert König Ahasvẹrus vor Festig Sụsa uus.
- I sim 3 Regierigsjohr het är es Feschtli für alli syni Fürscht u syni Beamte verastaltet. Erschiene sy di hochrangige Offiziere vo Persie u Mẹdien gsi, d Adlige u d Statthalter vo de Provinze.
4 Är het ne vil Täg lang – 180 Täg – syni Pracht u Majestät u der Rychtum vo sym herrliche Königrich.
5 Wo die Täg um sy gsy, het der König für alli ir Feschtig Sụsa Awesenden, vom höchschte bis zum niedrigschte, es siebetägigs Feschtli im Hof vom königleche Palastgarte.
6 Da sy Line gsy, edle Baumwulle u blaue Stoff, feschtghalte mit Schnure us hochwärtigem Material, purpurrote Wulle in Silberringe, Marmorsäule u Diwane us Gold u Silber uf eme Fuessbode us Pọrphyr, wiisem u schwarzem Marmor und Perlmutt.
7 In goldige Chäche – kene gliich em andere – isch dr königlich Wy serviert worde. Är floss i Ströme, so wies sich nume dr Chönig het chönne leischte.
8 Bim Trinke galt d Regle: Uf niemer sött Zwang usgüebt werde, will dr König het mit sine Hofbeamte abgsproche, dass es jede het chönne halte, wiener het wölle.
9 Glichzitig verastalteti Königin Wạschtie es Feschtli für d Froue im Palast vom König Ahasvẹrus.
10 Am sibte Tag, als König Ahasvẹrus dur e Wii i gueter Stimmig isch gsi, het är Mẹhuman, Bịstha, Harbọna, Bịgtha, Abạgtha, Sẹthar u Kạrkas, di sibe Hoofbeamte, wo ihm persönlech zu Dienscht gschtange sy,
11 Königin Wạscht im königleche Chopfschmuck vor ihn z bringe zum de Völkere und de Fürst ihri ussergwöhnlichi Schönheit z zeige.
12 Wo d Hofbeamte dr Befehl vom König überbracht hei, het sech dr Königin Wạscht hartnäckig z cho. Dr König isch sehr erbost gsy u es het ne grosse Zorn packt.
13 Är het mit de wisse Männer gredt, wo sech mit Präzedänzfäll hei uskannt. (Denn so si d Aglegeheite vom Kenig vor alli cho, wo mit däm Gsetz und mit Rächtsfäll vertrout si gsi.
14 Am nächschte sy ihm Karschẹna, Schẹna, Admạtha, Tạrschisch, Mẹres, Marsẹna u Mẹmuchan, siebe Fürschte vo Persien u Mẹdien, wo Zutritt zum König hei gha u di höchschte Stellige im Königrich bekleidet hei.)
15 König Ahasvẹrus hät welle wüsse: "Königin Wạschti het sich mim Befähl widersetzt wo ihr d Hofbeamte überbracht händ. Was söll gemäss dem Gsetz mit ihre gscheh?"
16 Druf het dr Mẹmuchan vor em König u de Fürschte gseit: "Königin Wạschti het sech nid nume gegenüber em Chönig fausch verhaute, sondern o gegenüber aune Fürschte u aune Vöuker i allne Provinze vo König Ahasvẹrus.
17 Well alli Froue wärde erfahre, was d Königin do het. Si wärde d Achtig vor ihrne Manne verlüre und säge: 'König Ahasvẹrus het Königin Wạschti zu sech la rüefe, aber si het sech gweigeret z cho.'
18 Die Froue vo Persie u Mẹdiene, wo vom Verhalte vo de Königin wüsse, wärde mit ihrne Manne hütt no drüber rede. U das wird zu nüt aus verachtig u verärgerig füehre.
19 Soferns em König guet erschiint, söll e königlichi Aordnig usegäh werde, und es söll i de unabänderliche Gsetz vo Persie und Mẹdien festghalte werde, dass d Wạschti nie wieder vor König Ahasvẹrus dörf erschiine. Ihri müglechi stellig söu ae Frou überga, wo besser isch aus si.
20 We d Aordnig vom König überau i sim grosse Riich bekannt wird, wärde alli Froue – öb vornähm oder niedrig – ihrem Maa Respekt erwiise."
21 Dä Vorschlag isch am König u dä Firscht gfaut u dä König het gmacht, was dä Mẹmuchan gseit het.
22 Är het i alli mögliche Provinze Briefe gschickt – i jedi Provinz i ihrer eigete Schrift u a jedem Volk i syre eiget Schprach, damit jede Ehema Herr i sym Huus isch u dert d Schprach vo sym eigete Volk gschwätzt wird.