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Lukas 12 vo 24

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 12 vo 24

12:1 Inzwüsche hei sech tuusigi vo Mensche versammlet gha, so viu dass si sech gägesitig uf d'Füess treit hei. Da het är z'nächscht zu syne Jinger gseit: "Nämet nech vor däm Surdeig vo de Pharisäer in Acht, auso vor ihrer Heuchelei.

2 Es isch jedoch nüt sorgfältig verborge, was nid offebar wird, und nüt gheim wo nid bekannt wird werde.

3 Drum wird das, wo dir im Dunkle seit, im Hälle ghört wärde und was dir i Privaträum flüschteret, wird vo de Dächer verkündet wärde.

4 Ou sägi Nech, mine Fründe: Het ke Angscht vor dene, wo zwar dr Körper töte, aber när nüüt wyter chöi arichte.

5 I wirde euch aber säge wäner fürchte sött: Förchte dä wo d Macht het z töte u när i d Ghẹnna z rüere. Ja, i sägnech: Ihn söttet Dir förchte.

6 Was zahlt me scho für foif Spatze? Zwei Münze wo chum öppis wärt sind. Doch Gott vergisst ke einzige vo ihne.

7 Und sogar d Hoor uf euem Chopf sind alli zellt. Het ke Angst: Ihr sind meh wert als e ganze Spatzeschwarm.

8 Ich sag äich: Jede, wo sich vor d Mensch zue ma bekennt, zue däm wird sich au dr Menschebueb vor d Engel Gottes bekenne.

9 Doch wer mi vor d Mensch verlügnet, der wird au vor d Engel Gottes verlügnet wäre.

10 Und jede wo öppis gege de Menschensohn seit dem wird vergäh. Aber wer gege de heilige Geist läschteret dem wird ned vergäh.

11 Wenn me nech vor öffentlichi Versammlige, Regierigsbeamti und höchi Instanze bringt, de macht euch ke sorge drüber wie ihr euch verteidige oder was ihr sellet sege,

12 aus dr heilig Geischt wird euch i däm Momänt lehre, was ihr söue säge."

13 Es het ihn etzt öpper us dr Mängi aagsproche: "Lehrer, säg mim Brüeder, er söll das Erbe mit mir teile."

14 Er het erwideret: "Mensch, wer het mi zum Schlechter zwüsche Öich beidne igsetzt?"

15 Denn het är zu nene gseit: "Haltet d'Auge offe und höckle öich vor jedere Art vo Gier, wüu we öpper o no so viu het, sis Bsitz git ihm kes Läbe."

16 Drzue het är e Vergliich brocht: "Das Land eines Riichen het gueti Erträg glieferet.

17 Da überleit er: 'Ech weis ned woni mini ganz Ernte söu ungerbringe. Was machi itz nume?'

18 Schliesslech beschlosse he: 'So mach i's: I risse mini Vorratshüüser ab, boue grösseri, bringe mis ganze Getreide u alli mini Güeter dert äne

19 u säg mer: "Du hesch so viu Guets agsammlet, dass es für viune Jahr langet. Lehn di zrug, iss, trink u gniess ds Läbe."

20 Doch Gott het zu ihm gseit: 'Du Unvernünftiger, no hüt Nacht wird me dis Läbe vo dir fordere. Wär söll de alles bechoo wo du agsammlet hesch?'

21 So ergits öpperem wo Schätz für sech asammlet, aber i Gottes Ouge nid riich isch."

22 Är wandt sich etze a sini Jinger: "Derwege sag i äich: Höret uf, äich iba äich Läbä Sorge z mache, so was ihr ässä sollt, oder iba äire Körper, so was ihr azieh sollt.

23 Ds Läbe isch nämlech meh wärt aus ds Ässe und dr Körper isch meh wärt aus d Chleidig.

24 Denket nume einisch a d Rabe: Si sähn nid und ernte nid und hei weder Schöne no Vorratshuus. Trotzdem ernährt Gott sie. Sind ihr nid vil meh wert als Vögel?

25 Wär vo euch cha dadurch, dass är sich Sorge macht, sini Läbensduur o nume es chlises bitz verlängere?

26 Weder also scho so e chlinheit nid zstand bringt, werum oi de über di angere Sache mache?

27 Achtet einisch druf, wie d Lilie wachse: Sie müeh sech nid ab und spinne ke Garn. Aber i säge nech: Nid mau Sạlomo in au sire Pracht isch so schön gchleidet gsi wi eini vo ihne.

28 We Gott scho die Pflanze uf de Fälder, wo hüt da si und morn ines Ofe gworfe wärde, so chleidet, de wird er doch ersch rächt euch chleidet! Heit Der so wenig Gloube?

29 Hört auso uf, euch sorge drüber z mache was dir ässe und was dir söu trinke, u höret uf, vor ungwüssheit agspannt z sy.

30 Denn all däm laufe d Völker vor Welt hinterher, doch aicha Vater weiss, dass Ihr das alles brucht.

31 Macht stattdesse immer sies Königrich zum wichtigschte I euem Läbe und ihr werdet all das no dezuebecho.

32 Hab ke Angst, chlini Herde, denn üche Vater het's für guet befunde öich ds Chönigrich z'gäh.

33 Verchouft öie Bsitz und gäbet drvo de Arme. Mached öich Gäldbiud, wo sech nid abnutze – e unerschöpfleche Schatz im Himmel, wo ke Dieb härchunnt und ke Motte öppis zerfrisst.

34 Denn wo di Schatz isch, da wird o eues Herz si.

35 Syt fertig aagleit u parat, u löh öii Lampe brönne.

36 Sit wi Mönsche, wo druf warte, dass ihre Herr vor Hochzyt zruggkehrt, damit si ihm, wenn er chunnt und aaklopft, sofort chöi öffne.

37 Glücklech sy die Sklave, wo dr Herr wachend vorfindet, wenn är chunnt! Ig versichere euch: Är wird sech zum Bediene fertig mache, se am Tisch platz la näh und när chöme und si bediene.

38 U wen er ir zwöite Wach chunt oder sogar ir dritte u gseht, dass si parat sy, wi glücklech chöi si sech de schätze!

39 Eis isch klar: Wenn dr Husbsitzer wüsset, wenn dr Dieb chunnt, denn laht er ne nid bi sich ibräche.

40 Haltet o ihr euch parat, denn de Menschensohn chunnt zumene Ziitpunkt wo ihr nid für wahrschinlech haltet."

41 Drufhin het dr Petrus gfragt: "Herr, bringsch dä Verglich nume für üs oder für alli?"

42 Dr Herr het erwideret: "Wer isch ir Würklechkeit der treue Verwalter, der vrschtändige, däm si Herr d Verantwortig für sy Dienerschaft übertrage wird, damit er ne immer zur richtige Ziit ihres Mass a Nahrig git?

43 Glücklech isch dä Sklave we si Herr chunt u gseht, dass är genau das tuet!

44 Ech säge nech d'Wahrheit: Sy Herr werd em d'Verantwortig för sin ganze Bsitz öbertreit.

45 Falls sech aber vo dene Sklave jemals sött säge: 'Mi Herr verspätet sech' u afangt d Diener u Dienerinne z schlah, u faht afa ässe u trinke, ja sech z betrinke,

46 wird dr Herr vu däm Sklave an nem Dag kumme, an däm er nen nit erwartet, un zue einarä Schtund, de na nit kennt, un nen üsserscht hert bschtrofe un nem si Platz unda d Untröue zuewise.

47 Denn wird dere Sklave, wo zwar verstande het, was sin Herr het welle, sich aber weder bereit het si Uuftrag erfüllt, viel Schläg übercho.

48 Dergägä wos nid verstandä, aber öppis het gmacht, für das er schläg verdient, wird wenig becho. Vo jedem, däm viel ge worde isch, wird viel verlangt werde, und wäm viel avertrout worde isch, vo däm wird me meh als ds übliche verlange.

49 I bi cho zum es Füür uf dr Ärde z entfasse, u was wünschi meh, aus dass es scho entzündet wär!

50 Aber da git's no e Toufi, wo mir bevorschteit u wi sehr bini doch i Sorg, bis si vouzoge isch.

51 Denked ihr, i bi cho zum dr Erde Friede bringe? Nei, sägi öich, sondern zum trenne.

52 Denn vo jitz aa wärde füf imene Huus entzwöit sy: drü gäge zwöi u zwöi gäg drü.

53 Si wärde entzwöit sy: Vatter mit Sohn u Sohn mit Vatter, Mueter mit Tochter u Tochter mit Mueter, Schwiegermueter mit Schwiegertochter u Schwiegertochter mit Schwiegermueter.“

54 Danach isch er sech o a d'Mengi gwandlet: "We Der im Weschte e Wulche ufstiege gseht, säge Der sofort: 'Es Unwätter zieht uf', und so chunnts.

55 U weder gseht, dass Südwind weht, säget Der: 'S git e Hitzwelle', und es trifft ii.

56 Dir Heuchler! Ds Usgseh vom Erde u Himmel wüsset Der izschätze – werum chöit Der de die bsundrigi Zyt nid ischätze?

57 U werum chöit dir nid säuber beurteile, was rächt isch?

58 We du zum Bispiu mit dim Prozessgägner zumene Vorsteher geisch, de du ungerwägs dis Möglechschte, di mit ihm zu einige, damiter di nid vor dr Richter schleppt u dr Richter di em Grichtsbeamte übergit u dr Grichtsbeamte di is Gfängnis wirft.

59 I säg dir: Du chunnsch dert uf ke Fall use bis dini letschti chlini Münze zahlt hesch."