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Matthäus 9 vo 28

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 9 vo 28

9:1 Är isch itz iz Boot gschtige, isch zur angere Site gfahre u isch i syre Stadt gange.

2 Da het me e Glähmte bracht wo uf ere Trag isch zu ihm. Wo Jesus gseh het, was si für ne Gloube hei, het er zum Glähmte gseit: "Nume Muet, Chind! Dini Sinde sind vergäh."

3 "Das isch Gottesläschterig!", hei sech einigi Schriftglehrti gseit.

4 Doch Jesus het gwüsst was si dänkt hei und gfragt het: "Warum hei ihr so schlechti Gedanke im Herze?

5 Was isch zum Bispiel liechter säge: 'Dini Sinne sind vergäh', oder: 'Stah uf und gang umenand'?

6 Aber damit Der wüsset, dass der Menschensohn derzue berechtigt isch, uf der Erde Sünde z vergäh …" Druf hetter zu däm Glähmte gseit: "Stah uf, nimm dini Trag und gang hei".

7 Da isch dr Maa ufgschtande u het sich ufe Heiwäg gmacht.

8 Die Lüt wo das beobachtet hei, hei sech gfärchtet u verherrlicht, de Mönsche zu so öppisem ermächtigt het.

9 Wo Jesus es Stück witergange isch, isch sis Blick ufen Maa namens gfalle Matthạ̈us, wo im Stüürbüro hockt. Är het ne gforderet: "Folge mer noche!", u so isch Matthạ̈us ufgstande u isch ihm gfolgt.

10 Schpeta, wo Jesus im Hus gässä het, kumme vieli Schtei un Sinda un ässä zsämme mit nem un sinene Jinger.

11 D Pharisäer wo das gseh hei, hei sini Jünger gfragt: "Warum isst euch Lehrer mit Stüreinnehmer und Sünder?"

12 Jesus het das ghört u het gseit: "Nid d Gsunde bruche e Arzt, sondern d Kranke.

13 Geit auso und dänk mau drüber nach was das bedütet: 'I wott Barmherzigkeit und nid Opfer.' Bi nämlech nid cho zum Gerecht rüefe, sondern Sünder."

14 Danach sy die Jünger vo Johạnnes cho und hei Jesus gfragt: "Mir faste wo Pharisäer faschte, nume dini Jünger nid. Wieso nid?"

15 Jesus git zantwort: "Warum sötte d Fründe vom Bräutigam traue, solang dr Bräutigam bi ihne isch? Es wärde aber Täg cho, da wird ne der Bräutigam wäggno – de wärde si faschte.

16 Niemer flickt es alts Obergwand miteme Stück Stoff wo nonig iigloffe isch. Dr Flicke zieht süsch a däm Gwand und dr Riss wird no grösser.

17 U me güesst ja o ke nöie Wy i alti Wyschlüüchi. Süsch platze si, dr Wy louft us und d Wyschlüüch sy unbruuchbar. Nöie Wii füllt me i nöie Wiischlüüch, de bliibt beides erhalte."

18 Während Jesus grad het gredt, isch uf einisch e gwüsse Vorsteher cho, het sich vor ihm verbüte u gseit: "Mini Tochter isch jitz bestimmt scho tot, aber we du chunnsch u ihr d Hand ufleisch, wird se wider läbe."

19 Da isch Jesus ufgschtande u het ihm zäme mit sine Jünger gfolgt.

20 Plötzlech het sech vo hinge e Frau nöcheret, wo sit zwöuf Jahr a Bluetige litt, u het d Franse vo sim Obergwand berührt,

21 wüu si sech immer wieder gseit "I bruche nume sys Obergwand azfasse, de wirdi gsund"

22 Jesus het sich umdräit, het si bemerkt und gseit: "Nume Muet, Tochter! Di Glaube het di gsund gmacht. Im gliche Momänt isch d Frou gsund gsi.

23 Won er itz i ds Huus vom Vorsteher isch cho, isch sis Blick uf d Flötespieler und dr Tumult gfloge.

24 Da het Jesus gseit: "Goht weg denn die chline isch nid gstorbe, sondern schlaft." Doch si lachet ne nume us. 25 Sobald d Mönschemengi dusse isch isch isch är zu de chline ine gange u het ihri Hand gno und si isch ufgstande.

26 Das het sech natürlech ir ganze Gägend umä gredt.

27 Wo Jesus vo dert witergange isch, sy ihm zwöi Blinde hinger häre gloffe u rüefe: "Sohn David, heb Erbarme mit üs!"

28 Nachdem er is Huus gange isch, sind die Blinde zu ihm cho. Jesus het sie gfragt: "Glaubed ihr dasi eu chan heilä? "Ja, Herr", hei si gantwortet.

29 Är het ihri Ouge berüert u het gseit: "So, wi Der glaubt heit, söu es wärde."

30 Da si ihri Ouge göffnet worde. Jesus het sie aber usdrücklich ah: "Seht zu, dass niemand davon erfahrt!"

31 Doch sobau si dusse gsi, hei si i de ganze Gägend verzeut, was er gmacht het.

32 Chuum sy si wäg gsy, het me e stumme Ma zu ihm bracht, wo vomene Dạ̈mon bsesse isch gsy.

33 Nachdem de Dạ̈mon ustribe worde isch, het de Stumme agfange rede. D Lüt sind gstunne und hend gseit: "So öppis het me z Israel ja no nie gseh!"

34 Aber d Pharisäer hei behauptet: "Dä cha d Dämọnen doch nume dür de Herrscher vo de Dämọnen ustriibe."

35 Jesus isch dür alli Schtädt u Dörfer zoge, het i de Synagoge glehrt, het di gueti Botschaft vom Königrich predigt u het d Mönsche vo aune mögleche Chrankheite u Leide befreit.

36 Won er d Mönsche gseh het, het er defi Mitgfühl gregt, denn si si si wie gschundene u umegschtosseni Schof gsy, wo ke Hirte hei.

37 Da het är zu sine Jünger gseit: "Ja d Ernte isch gross, aber es git nume wenigi Arbeiter.

38 Bitte drum de Herr vo de Ernte, meh Arbeiter für sini Ernte uszsende."