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Matthäus 15 vo 28

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 15 vo 28

15:1 Dänn sy Pharisäer und Schriftglehrti us Jerusalem zu Jesus cho un hän gsait:

2 "Wieso verstosse dini Jünger gäge traditione vo de Manne us alter Ziit? Zum Bispiel wäsche sie sich vor em Ässe nid d Händ wäsche."

3 Er het zur Antwort geh: "Und wieso verstosst ihr wäg eune Traditione gege s Gebot Gottes?

4 Gott het zum Bispiel gseit: 'Ehre di Vater und dini Muetter', und: 'Wer si Vater oder sini Muetter verfluecht, söll mit däm Tod bestraft werde.

5 Aber dir seit: 'Wenn öpper zu sim Vater oder sini Mueter seit: "Alles woni di chönnt ungerstütze isch e Gott gweihti Gabe",

6 denn bruucht er si Vater gar nid z ehre.' So heit ihre Gottes Wort durch eui Traditione user Chraft gsetzt.

7 Ihr Heuchler, we recht Jesaja doch het gha, als er über euch Prophezeit:

8 'Dis Volk ehrt mi mit de Lippe doch ihres Herz isch wiit entfernt vo mir.

9 Ihri Anbetig isch sinnlos, wüu sech ihri Lehr uf Regle vo Mönsche stütze.'"

10 Drufabe het är d Lüt zu sich gredt u het gseit: "Höret zue u erfasst d Bedütig:

11 Nid das wo i ds Muul inechunnt verunreinigt e Mönsch, sondern das, wo usm Muul usechunnt."

12 Denn gehn di Jinger zue nem un hän gmeint: "Weisch dass d Pharisäer a dem wo du gseit hesch, Astoss gno?"

13 Er het erwiteret: "Jedi Pflanze wo nid mi himmlische Vater pflanzt het, wird usgrisse.

14 löh si. Das sy blindi Führer. U we e Blinde e Blinde füehrt, de gheie beidi i e Grube."

15 Druf het dr Petrus gseit: "Erklär uns doch der Vergleich von vorher."

16 Da heter gseit: "Verstönd oi immer no nüt?

17 Isch euch nid klar, das aues wo is Muul chunnt dür de Mage geit u de is abwasser glanget?

18 Was dergäge usm Muul usechunnt, chunnt usem Härze, u das verunreinigt e Mönsch.

19 Zum Byschpil chöme us em Härz bösi Überlegige: Morde, Ehebrüch, sexuelli Unmoral, Diebstähle, falschi Züge u Gottesläschterige.

20 All das verunreinigt e mensch. Aber mit ungwäschne Händ z ässe verunreinigt ne nid."

21 Jesus isch de wyter i d Gägend vo Tỵrus und Sịdon zoge.

22 Uf einisch isch e Phönịzierin us dere Gegend cho u het rüefe: "Herr, ha Erbarme mit mir, Sohn David! Mini Tochter isch ganz schlimm vomene Dạ̈mon bsesse."

23 Doch är het kes Wort derzue gseit. Do sy sini Jünger zue ihm gange u hän ne drängt: "Schick sy wäg, sy schreit di ganz Zyt hinger üs!"

24 Erwiderte: "Ich bi nume zu de verlorene Schof Israels gschickt worde."

25 Doch d Frou isch cho, het sech vor ihm verbütet u bat: "Herr, hilf mir!"

26 Da het er zu ihre gseit: "Es isch nid richtig, de Chind s Brot wegzneh unds de chliini Hunde z'wärfe."

27 "Ja Herr aber di cheibe Hünd ässe doch o d Chrümel wo vom Tisch vo ihrem Herr gheie" het si entgägnet,

28 woruf Jesus sait: "Frou, dis Glaube isch gross. Was du dir wünschisch, söll gschähe." Im gliche Augeblick isch ihri Tochter gheilt gsi.

29 Vo dert isch Jesus wyter zoge u isch id nöchi vom See vom Galilạ̈aa cho. Er isch uf e Bärg gangä u het sich gsetzt.

30 Da si grossi Mönsche mit Lahme cho, Verchrüpplete, Blinde, Stumme u vile angere Lyde zu ihm, hei si ihm vor d Füess gleit u är het si gheilt.

31 D'Lüt si usem Stuune nümme use cho und hei de Gott Israels verherrlicht, denn Stummi hei uf einisch gredt, Verkrüpelti si gheilt gsi, Lahmi hei chönne laufe und Blinde gseh.

32 Jesus het sini Jünger etze zu sich gruefe und het gseit: "D'Lüt tüe mir leid. Si si scho drü Tag bi mir und hei nüt z'ässe. I möcht se nid hungrig wägschicke, süsch löh si ungerwägs d'Chräfte verlohre."

33 Die Jünger hei jedoch gmeint: "Wo söue mer a däm abglägene Ort gnue Brot härehole um so viu Lüt satt ds becho?"

34 Jesus het gfragt: "Wieviel Brot heit der?" "Siebe und es paar chlini Fisch", hei si gantwortet.

35 Da het är d Mönschemengi ufegforderet, sech ufe Bode z setze.

36 Er het di siebä Brot gno u d Fisch, het es Dankgebet bracht, het d Brot agfange, se a die Jünger uszteile, u si hei si a d Lüt witer gä.

37 Alli ässä un wäre satt wore. Di ibrigbliebene Schtück sammlet me ys u het dermit sibe grossi Kerb gfüllt.

38 An der Mahlziit hei 4000 Manne teilgno, derzue no Froue u Ching.

39 Nochdem Jesus d Mönschengi de hei gschickt het, isch är i ds Boot gstige u isch id Gägend vo Mạgadan gfahre.